Bruce Goff
Kurzbiographie

Bruce Goff wurde am 8. Juni 1904 in Alton, Kansas, geboren und begann 1916 ein Lehrverhältnis im Architekturbüro Rush, Endacott & Rush in Tulsa, Oklahoma. Von 1922–29 war er dort voll beschäftigt, von 1929–33 als Partner. 1918 baute er, noch vor seinem Highschool-Abschluß, sein erstes Haus. 1920 bestand eine kurze Verbindung zu Louis Sullivan. Ohne eine formale Architektenausbildung absolviert zu haben, bekam er 1929, nach vielen eigenen Bauten und einer Zusammenarbeit mit Frank Lloyd Wright, die Lizenz als registrierter Architekt. 1934 eröffnete er in Chicago sein eigenes Büro und baute und lehrte dort bis 1941. Seit Anfang der 20er Jahre malte er auch. Sein besonderes Interesse galt Moderner Musik und den einheimischen Kulturen Nordamerikas, Asiens, der Pazifischen Inseln und Afrikas. Ab 1940 zeichnen sich seine Bauwerke durch einen unvergleichlichen, nie versehbaren Stil aus, der einer radikalen Hingabe an die jeweils gestellte Bauaufgabe entsprang. 1941–45 arbeitete er als Architekt für die U.S. Navy. 1945 eröffnete er ein Büro in Berkeley, Californien. Ab 1947 war er Leiter der School of Architecture an der University of Oklahoma in Norman und wurde zu einem extrem einflußreichen Lehrer. 1956 drängte ihn die dortige Bauhaus-Fraktion aus dem Amt, ein Teil seiner Entwurfszeichnungen wurde verbrannt. 1956–64 betrieb er ein eigenes Büro in Bartlesville, Oklahoma, das er 1964–71 in Kansas City, Missouri, weiterführte. 1971 zog er nach Tyler, Texas, wo er am 4. August 1982 starb. Ab 1969 unternahm er ausgedehnte Vortragsreisen nach Japan und Europa. Die erste, von Takenobu Mohri zusammengestellte Monographie seines Werkes erschien in Japan. Bruce Goff hat im Laufe seines Lebens fast 150 Projekte gebaut und viele mehr entworfen. Ungefähr 80 seiner Bauwerke existieren noch.

 
Heinz Emigholz
Biofilmographie

Heinz Emigholz wurde 1948 in Achim bei Bremen geboren. Er ließ sich zunächst als Zeichner ausbilden, studierte anschließend in Hamburg.
Seit 1973 ist er in Deutschland und in den USA als freischaffender Filmemacher, bildender Künstler, Kameramann, Schauspieler, Autor, Publizist und Produzent tätig. Viele Ausstellungen, Retrospektiven, Vorträge und Publikationen. 1974 Beginn der enzyklopädischen Zeichenserie Die Basis des Make-Up. 1978 gründete er die Produktions-firma Pym Films. 1984 Beginn der Filmserie Photographie und jenseits. Seit 1993 hat er den Lehrstuhl für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin inne. Publikationen u.a.: Krieg der Augen, Kreuz der Sinne, Seit Freud gesagt hat, der Künstler heile seine Neurose selbst, heilen die Künstler ihre Neurosen selbst, Normalsatz - Siebzehn Filme und Das schwarze Schamquadrat (alle vier Bücher im Verlag Martin Schmitz), Die Basis des Make-Up (I) und (II), Der Begnadete Meier und Kleine Enzyklopädie der Photographie (in Die Republik Nr. 68–71, 76–78, 89-91, 94-97).
Berlinale-Forum / der Katalogtext des Forums kann unter
www.fdk-berlin.de/forum2003/katalog/goff_in_der_wueste.pdf
eingesehen und auch ausgedruckt werden.
 
Veröffentlichte Filme
1972-73 Schenec-Tady I (16 mm, s/w, 27 Minuten)
1973 Schenec-Tady II (16 mm, Farbe, 19 Minuten)
1973-74 Arrowplane (16 mm, Farbe, 23 Minuten)
1974 Tide (16 mm, s/w, 34 Minuten)
1972-75 Schenec-Tady III (16 mm, s/w, 20 Minuten)
1975-76 Hotel (16 mm, s/w, 27 Minuten) - Forum 1976
1976-77 Demon - Die Übersetzung von Stéphane Mallarmés
"Le Demon de l´Analogie" (16 mm, Farbe, 30 Minuten)

1978-81 Normalsatz (16 mm, Farbe, 105 Minuten)
1974-83 The Basis of Make-Up I (35 mm, Farbe, 20 Minuten)
1979-85 Die Basis des Make-Up (16 mm, Farbe, 84 Minuten)
1974-87 Die Wiese der Sachen (16 mm, Farbe, 88 Minuten)
1986-90 Der Zynische Körper (35 mm, Farbe, 89 Minuten)
1993-2000 Sullivans Banken (35 mm, Farbe, 38 Minuten)
1983-2000 The Basis of Make-Up II (35 mm, Farbe, 48 Minuten)
1995-2000 Maillarts Brücken (35 mm, Farbe, 24 Minuten)
1988-2001 Miscellanea I (35mm, s/w, 20 Minuten)
1988-2001 Miscellanea II (35 mm, Farbe, 19 Minuten)
1998 – 2002 Goff in der Wüste
1997 – 2004 Miscellanea III
1996 – 2004 The Basis of Make-Up III
2002 – 2005 D‘Annunzios Höhle
2005 – 2006 Architektur Laboratorium Steiermark
2006 – 2007 Schindlers Häuser
2006 – 2007 Loos ornamental


Sechzehn der Filme sind zwischen 1974 und 2003 auf den Filmfestspielen in Berlin gezeigt oder uraufgeführt worden, drei auf den Kurzfilmtagen in Oberhausen. Viele Filme oder Retrospektiven sind auch auf anderen internationalen Festivals (u.a. Brüssel, Cannes, Edinburgh, Hongkong, London, Los Angeles, Luzern, New York, Rotterdam, San Sebastian, Turin, Wien) und in vielen in- und ausländischen Kinos und Museen (u.a. im New Yorker Museum of Modern Art, dem Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Kunstmuseum in Bern) aufgeführt worden. Alle Filme sind über öffentliche Verleihe ausleihbar. Zwölf Filme werden als Video-Kaufkassetten von der Filmgalerie 451 vertrieben.

Weitere Filme der Serie Photographie und jenseits und die Spielfilme
Second Nature – Die zweite Natur und Schwarzer Hafen befinden sich
in der Herstellung oder in Vorbereitung.